Karte zu Frachtanfrage mit Gewichten und DHL-Grenzen
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Speditionen

Teil von Wann lohnt sich Speditionsversand für Paletten und Großsendungen?

Frachtkosten berechnen und Angebote vergleichen: Pflichtangaben und Preisgrenzen

Frachtkosten berechnen: Welche Angaben in die Frachtanfrage gehören, wann DHL eine Einzelanfrage verlangt und wo die Preise frei kalkuliert sind.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Frachtanfrage braucht Packstückmaße, Realgewicht und Volumengewicht je Packstück.
  • Bei DHL Express zählt das höhere der beiden Gewichte.
  • Pakete bis 20 kg gehören zur Grundversorgung und sind genehmigungspflichtig, höhere Gewichte nicht.

Wann eine Einzelanfrage nötig wird

DHL Express Worldwide akzeptiert keine Sendungen über 3.000 kg oder Packstücke über 1.000 kg beziehungsweise länger als 300 cm. Bei DHL Economy Select gelten 1.000 kg als Grenze für Sendungs- und Packstückgewicht sowie 300 cm Länge. Eine Europalette mit 1.100 kg überschreitet diese Express-Grenzen und scheidet für diese Produkte aus.

Für nationale Palettenfracht kommt DHL Road Freight Standard Domestic infrage: maximal 1.500 kg pro Packstück, 2.500 kg je Sendung und 240 x 220 x 220 cm je Packstück. Die Beispielpalette bleibt innerhalb dieser Grenzen; das konkrete Angebot hängt von Strecke und Buchungsbedingungen ab.

Für die Kalkulation selbst ist zunächst entscheidend, welches Gewicht angesetzt wird. DHL Express nennt als Grundlage ausdrücklich das höhere Gewicht: Ist das Volumengewicht höher als das Realgewicht, gilt das Volumengewicht; übersteigt das Realgewicht das Volumengewicht, gilt das Realgewicht. Eine Sendung mit leichten, aber großen Packstücken kann deshalb teurer sein als eine mit schweren, aber kleinen. Diese Regel erklärt, warum die Maße ebenso wichtig sind wie die Waage.

Anfragebogen für eine Palettensendung

Das folgende Beispiel ist eine eigene Rechenübung, kein Angebot und keine Preisauskunft. Angenommen werden eine Europalette mit 120 x 80 x 160 cm und ein Realgewicht von 1.100 kg. Der Teiler 5.000 ist hier eine reine Rechenannahme. Er ist keine Tarifzusage für Road Freight; dessen Abrechnungsgrundlage muss im Angebot stehen.

FeldBeispielwertHinweis
AbsenderMuster GmbH, Kölnvollständige Abholadresse
EmpfängerKunde GmbH, Hamburgvollständige Lieferadresse
Packstück1 EuropaletteAnzahl getrennt angeben
Maße120 x 80 x 160 cmLänge, Breite, Höhe
Realgewicht1.100 kggewogen, nicht geschätzt
Volumengewicht120 x 80 x 160 geteilt durch 5.000 = 307,2 kgeigene Beispielrechnung
Rechengewicht1.100 kgdas höhere Gewicht zählt
ZuschlägeÜbermaß, Übergewicht, nicht bandfähigje Packstück zu prüfen
Versicherungim Beispiel keineWarenwert vorab festlegen
KontaktwegB2B-Vertriebbei Fragen zu Preisen

In dieser Beispielrechnung liegt das Realgewicht mit 1.100 kg über dem errechneten Volumengewicht. Für den internationalen DHL-Express-Versand nennt der Preisführer einen Übergewichtszuschlag von 100 EUR je Packstück über 70 kg frachtpflichtigem Gewicht. Der Übermaßzuschlag beträgt 20 EUR bei mehr als 100 cm längster oder 80 cm zweitlängster Seite; er entfällt bei berechnetem Übergewichtszuschlag.

Diese Beträge verstehen sich ohne Umsatzsteuer. Sie gelten nicht automatisch für DHL Road Freight. Die Beispielpalette ist für die genannten Express-Produkte zu schwer; ein Zuschlag hebt deren Gewichtsgrenze nicht auf. Für Road Freight brauchen Sie ein eigenes Angebot einschließlich der dort geltenden Zuschläge.

Für den Angebotsvergleich lohnt sich eine kurze Checkliste: Maße und Gewicht je Packstück, Palettenanzahl, gewünschter Abholzeitraum, Ladehilfe, Zuschlagsfelder und die Frage nach einer Transportversicherung. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass die Kosten stark von Sendungsart, Transportweg, Transportmittel und gewünschter Lieferzeit abhängen und die Angebote deshalb vorab verglichen werden sollten. Eine kostenpflichtige Zusatzversicherung ist getrennt zu bewerten.

Preisgrenzen und freie Kalkulation

Regulatorisch ist die Grenze klar gezogen. Briefe und Pakete bis 20 kg zählen zur Grundversorgung. Die Preise der Deutsche Post AG müssen hierfür vorab von der Bundesnetzagentur genehmigt werden. Die Bundesnetzagentur legt für einen bestimmten Zeitraum einen Preisänderungsspielraum für Produkte wie Postkarte, Standardbrief, Kompaktbrief, Einschreiben und Pakete bis 20 kg fest und berücksichtigt dabei unter anderem die Kosten und die Inflationsrate. Eine Preiserhöhung wird genehmigt, wenn sie diesen Spielraum nicht überschreitet.

Oberhalb dieser Linie endet die Genehmigungspflicht. Preise für Pakete über 20 kg darf die Deutsche Post AG ohne vorherige Genehmigung festlegen; Entgelte für Werbesendungen und Geschäftskundenpakete sind genehmigungsfrei. Wer Angebote vergleicht, sollte nicht nur den Grundpreis, sondern auch jede Zuschlags- und Versicherungsposition einzeln abfragen.

Für die Kontaktaufnahme nennen die Anbieter unterschiedliche Wege. Fragen zu Versandauftrag, Abholung und Verpackung laufen bei trans-o-flex über den Customer Service unter +49 6201 988 237, montags bis freitags von 7:00 bis 17:00 Uhr. Fragen zu Produkten, Services und Preisen sind dagegen beim Vertrieb unter +49 6201 988 444, montags bis freitags von 8:00 bis 17:00 Uhr, richtig. Wer eine Einzelanfrage stellt, erreicht die Preisauskunft also über den Vertrieb, nicht über den Kundenservice.

Häufige Fragen

Welche Angaben gehören zwingend in eine Frachtanfrage?
Maße, Realgewicht und Volumengewicht je Packstück, die Palettenanzahl und der gewünschte Abholzeitraum. Ohne diese Werte lässt sich das Rechengewicht nicht bestimmen.
Sind Frachtpreise für Paletten staatlich gedeckelt?
Nein. Die Genehmigungspflicht der Bundesnetzagentur betrifft die Grundversorgung bis 20 kg. Preise für Pakete über 20 kg und Geschäftskundenpakete sind genehmigungsfrei kalkuliert, also frei verhandelbar.
Wann lohnt sich eine Transportversicherung?
Wenn der Warenwert den Haftungsrahmen übersteigt. Bei trans-o-flex gibt es Versicherung Smart bis 500 EUR und Versicherung Premium bis 2.500 EUR Warenwert; höhere Werte sind dort laut Anbieterangabe aktuell nicht abgedeckt.

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