
Paketversand
Teil von Versandverpackung auswählen und optimieren
Wie senkt man Verpackungskosten durch Gebinde und Formatstufe?
Verpackungskosten senken: Stückpreis im 50er Karton gegen Einzelkauf rechnen, Überdimensionierung vermeiden und die nächstkleinere Formatstufe prüfen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Der Einzelpreis verdeckt den eigentlichen Stückpreis. Erst der Stückpreis im 50er Karton zeigt das Sparpotenzial.
- Eine zu große Formatstufe kostet zweimalbeim Karton und beim Polstermaterial.
- Rechnen Sie immer mit dem Endpreis inklusive Umsatzsteuer und weisen Sie die Versandkosten der Bestellung gesondert aus.
Stückpreis statt Packungspreis betrachten
Beim Einkauf von Verpackungsmaterial stehen auf der Produktseite oft mehrere Preise. Wer nur den Einzelpreis liest, übersieht den Mengenvorteil. Ein Beispiel: Das DHL PACKSET Größe XS kostet einzeln ab 1,40 Euro pro Stück, im 50er Karton dagegen ab 0,64 Euro pro Stück, jeweils als Endpreis inklusive Umsatzsteuer. Der Unterschied entsteht allein durch die Gebindegröße, nicht durch ein anderes Produkt.
Einzelpreis vs. 50er Karton
Einzelkauf
- XS
- 1,40 €
- M
- 2,19 €
- L
- 2,69 €
50er Karton
- XS
- 0,64 €
- M
- 1,31 €
- L
- 1,54 €
Interessant ist der Blick auf die absoluten Beträge. Der 50er Karton Größe M kostet 65,48 Euro, der 50er Karton Größe L 77,13 Euro. Beide Preise gelten inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer und gegebenenfalls zuzüglich Versandkosten. Wer den Gesamtpreis des Kartons liest, schreckt vielleicht zurück. Auf den Stückpreis umgerechnet relativiert sich das.
Ein Rechenblatt hilft, diese Zahlen sauber zu vergleichen. Tragen Sie je Position den Einzelpreis und den Stückpreis im 50er Karton ein, darunter je eine Zeile für die Umsatzsteuer und die Versandkosten der Bestellung. Dieses Rechenblatt ist ein Beispiel, kein Standardformular. Es funktioniert nur, wenn Sie die tatsächlich bezahlten Preise einsetzen.
Einzelkauf gegen 50er Karton rechnen
Die öffentlich einsehbaren Shop-Preise zeigen eine deutliche Spreizung. Die Preisliste führt Packset XS mit 1,59 Euro, S mit 1,89 Euro, M mit 2,19 Euro, L mit 2,69 Euro und F mit 2,69 Euro je Stück, jeweils als Endpreis inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer. Die Angaben "ab" und "inkl. USt." stammen aus den Shop-Seiten und gelten zum Abrufdatum.
Eine Beispielrechnung macht den Effekt sichtbar. Nehmen wir an, Sie versenden 50 Sendungen pro Monat in der Größe M. Beim Einzelkauf zahlen Sie 50 mal 2,19 Euro, also 109,50 Euro. Im 50er Karton zahlen Sie 65,48 Euro. Die Differenz beträgt 44,02 Euro pro Monat. Das ist eine illustrative Rechnung mit den genannten Shop-Preisen, keine Zusage über tatsächliche Einsparungen.
Dabei ist eine Einschränkung wichtig. Die Quellen belegen nur Shop-Preisangaben. Einkaufskonditionen, Rahmenverträge und interne Prozesskosten sind darin nicht erfasst. Arbeitszeit und Prozesskosten der Verpackung sind nicht beziffert. Wer diese Kosten in die Rechnung aufnehmen will, braucht eigene betriebliche Daten.
Ein weiterer Punkt: Die Versandkosten der Bestellung sind in den Shop-Preisen nicht enthalten. Sie fallen zusätzlich an und sollten in der Rechnung separat ausgewiesen werden, nicht im Stückpreis verschwinden. Erst dann ist der Vergleich belastbar. Der eigentliche Kostentreiber bleibt die Formatstufe, denn sie bestimmt Karton und Polstermaterial zugleich.
Kleinere Formatstufe und Überdimensionierung prüfen
Die zweite Stellschraube ist die Formatstufe. Das Umweltbundesamt empfiehlt, unnötig aufwändige, unnötig viele und unnötig große Verpackungen zu vermeiden. Überdimensionierte Versandverpackungen verursachen unnötigen Ressourcenverbrauch und erfordern häufig viel Polstermaterial. Wer eine Nummer größer wählt, zahlt also doppelt.
DHL beschreibt die eigene flexible Versandtüte aus recycelbarem Papier als kostengünstig im Vergleich zu Kartonagen. Für flache, unempfindliche Inhalte kann die Tüte eine günstigere Alternative sein. Prüfen Sie vor der Bestellung, ob die kleinere Formatstufe den Inhalt noch schützt. Die nächstkleinere Größe ist nicht automatisch die richtige.
Hier ist eine kurze Checkliste für die Formatprüfung:
Kleinere Formatstufe prüfen
- Messen Sie den Inhalt an der längsten, breitesten und höchsten Stelle.
- Vergleichen Sie das Maß mit dem Innenmaß der Formatstufe, nicht mit dem Außenmaß.
- Prüfen Sie, ob die Polsterung noch hineinpasst.
- Rechnen Sie den Stückpreis der kleineren Stufe gegen den Einzelpreis.
- Entscheiden Sie erst dann, ob die kleinere Variante oder die Tüte genügt.
DHL gibt an, dass Kartonage in großer Auswahl an Größen und Formaten verfügbar ist. Diese Auswahl erlaubt es, die Formatstufe enger am Inhalt auszurichten, statt eine Universalgröße zu bevorraten. Das ist eine praktische Empfehlung, keine gesetzliche Vorgabe.
Stückpreis im Vergleich
Stückpreis Einzelkauf
- Packset XS
- ab 1,40 Euro
- Packset S
- ab 1,70 Euro
- Packset M
- ab 1,97 Euro
Stückpreis im 50er Karton
- Packset XS
- ab 0,64 Euro
- Packset S
- ab 0,80 Euro
- Packset M
- ab 1,05 Euro
Die Tabelle ist ein Rechenblatt-Muster. Die konkreten Zahlen stammen aus den Shop-Preisen zum Abrufdatum. Für den eigenen Betrieb setzen Sie die tatsächlich berechneten Preise ein.
Häufige Fragen
Welcher Preis ist der richtige für den Vergleich, Einzelpreis oder Kartonpreis?
Vergleichen Sie den Stückpreis, nicht den Verpackungspreis. Der 50er Karton Größe M kostet 65,48 Euro bei 50 Stück, pro Stück also rechnerisch rund 1,31 Euro. Der Einzelpreis liegt bei 2,19 Euro. Die Shop-Seite nennt den Karton zusätzlich mit "ab 1,05 Euro pro Stück"; warum dieser Wert vom rechnerischen Stückpreis abweicht, erklärt die Quelle nicht. Bestätigen Sie die aktuellen Konditionen daher direkt im Shop.
Enthalten die Shop-Preise die Umsatzsteuer?
Ja, die angegebenen Preise sind Endpreise inklusive gesetzlicher Umsatzsteuer und gegebenenfalls zuzüglich Versandkosten.
Wann lohnt sich eine kleinere Formatstufe?
Wenn der Inhalt hineinpasst und ausreichend gepolstert werden kann. Eine zu große Verpackung erfordert häufig viel Polstermaterial und verursacht unnötigen Ressourcenverbrauch.



